Kaum ein anderes Gerät der Feuerwehr hat einen derart großen Prüfungs- und Wartungsaufwand wie die Pressluftatmer und Atemschutzmasken. Um zu verhindern, dass Feuerwehrangehörige bei einem Einsatz durch Rauchgase oder andere gesundheitsgefährdende Stoffe, die eingeatmet werden können, verletzt werden müssen bei bestimmten Einsätzen Atemschutzgeräte getragen werden. Diese müssen sich in einem einwandfreien Zustand befinden, da im Einsatzfall das Leben und die Gesundheit der Atemschutzgeräteträger davon abhängen.
Um die vorgeschriebenen und notwendigen Wartungen, Pflege und Instandhaltung der Atemschutzgeräte durchzuführen verfügt die Feuerwehr Wörnsmühl über eine Atemschutzpflegestelle. Diese wurde mit dem Neubau des Feuerwehrhauses im Jahr 1987 eingerichtet. Hierfür wurde der ehemalige Atemluftkompressor des Landkreises Miesbach in Wörnsmühl installiert (mit Unterstützung des Landrates Kerkel) und ein Prüfstand für Atemschutzgeräte und –masken beschafft um die Atemschutzgeräte und –masken der Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindebereich Fischbachau zu warten.
Am Prüfstand werden die Atemschutzgeräte nach jedem Einsatz, Übung oder anderweitigem Gebrauch, oder auch in gesetzlich festgelegten Prüfintervallen einer Prüfung unterzogen. Hierbei wird überprüft, ob die Werte für Dichtigkeit und Funktion der einzelnen Teile des Pressluftatmers in dem von Herstellern vorgegebenen Bereichen liegt.
Am Prüfstand können mittels eines Gummikopfes, der den Kopf des Feuerwehrmannes simuliert, auch die Funktion und Dichtigkeit der Atemschutzmasken geprüft werden.
Mit dem 2006 (Vorgänger Baujahr 1962) neu beschafften Atemluftkompressor können die Atemluftflaschen wieder neu gefüllt werden. Es können 200bar und 300bar Flaschen gefüllt werden. Hier werden auch die Atemluftflaschen der anderen Feuerwehren in der Gemeinde Fischbachau, die über Atemluftflaschen verfügen (Hundham und Fischbachau) befüllt. Die Prüfungen an Atemschutzgeräten und –masken werden bei Bedarf ebenfalls für die Feuerwehren Hundham und Fischbachau durchgeführt.
Im Jahr 2008 wurden 180 Atemluftflaschen gefüllt, 52 Atemschutzgeräte und 44 Atemschutzmasken geprüft. Dies erforderte eine Stundenleistung der Atemschutzgerätewarte von fast 100 Stunden. (si)




