
Die UG-ÖEL wurde am 07.11.2011 um 08:50Uhr zu einem Waldbrand nach Geitau in der Gemeinde Bayrischzell alarmiert. Über eine Fläche von ca. 3ha breitete sich am Hang des Seebergs oberhalb der Klarer Alm ein Waldbrand aus. Da bei dem Einsatz Kräfte der Bergwacht, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr und der Feuerwehr zu koordinieren waren wurde eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet.
1.Tag
Am 07.11.2011 wurde die erste Brandbekämpfung mittels 2 Hubschraubern der Polizei durchgeführt, die jeweils mit einem 500 Liter fassendem Behälter Wasser zu den Brandstellen flogen. Die Feuerwehr Rosenheim Stadt Unterstütze den Einsatz mit der Fachgruppe Flughelfer und 2 Außenlastbehältern, die in der Hauptfeuerwache Rosenheim stationiert sind. Das steile Gelände und die starke Rauchentwicklung verhinderten einen Einsatz von Bodenkräften. Die Piloten wurden durch Kräfte der Bergwacht und der Feuerwehr Bayrischzell, die als Beobachter am Berg eingesetzt wurden, eingewiesen. Am Nachmittag wurde ein Kontrollflug mit dem Polizeihubschrauber Edelweiß 1 durchgeführt, der eine festinstallierte Wärmebildkamera einsetzten kann. Dabei stellte dich heraus, dass es im betroffenen Gebiet noch mehrere dutzende Brandnester gab, die augenscheinlich nicht zu entdecken waren. Witterungsbedingt musste der Flugbetrieb um ca. 15:30 Uhr wegen aufziehender Dunkelheit und Nebel abgebrochen werden. Der Einsatz wird am nächsten Tag weitergeführt.
2.Tag
Am 08.11.2011 wurde die Brandbekämpfung vor Ort fortgeführt. Zur Lageerkundung wurde weiterhin der Polizeihubschrauber Edelweiß 1 mit Wärmebildkamera eingesetzt. Es zeigte sich, dass immer noch viele Glutnester und teilweise offene Feuer im Hang brannten. Da wetterbedingt ein Edelweißhubschrauber nicht starten konnten, wurde ein Hubschrauber der Bundespolizei zusätzlich angefordert um die Löscharbeiten aufnehmen zu können. Mit Hilfe des Super Puma Hubschraubers und einem Edelweißhubschrauber wurden die noch offenen Brandstellen aus der Luft bekämpft. Im Laufe der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass die schwelenden Glutnester besonders in den Wurzelstöcken nur sehr schwer aus der Luft bekämpft werden können. Die Einsatzleitung entschied daher am nächsten Tag eine kombinierte Taktik mit Kräften zu Fuß und Wasserabwurf per Hubschrauber anzuwenden.
3.Tag
Am 09.11.2011 wurden die Löscharbeiten von weiteren Kräften der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises und von mehrere Bergwachtbereitschaften unterstützt. Am Vormittag standen wegen starkem Nebel keine Hubschrauber zur Verfügung. Ca. 75 Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Waldbrandbekämpfungsausrüstungen machten sich mit Bergwachtkräften gegen 08:00 Uhr zu Fuß auf den Weg in das Einsatzgebiet. Mit Hilfe einer Baumseilbahn, die wegen Baumfällarbeiten vor Ort war, wurden 200L Wasserbehälter in den Hang gezogen, aus denen eine Brandbekämpfung in der Umgebung der Bahn durchgeführt wurde. Weitere Kräfte löschten mit Wasserrucksäcken und Feuerpatschen glimmende Wurzelstöcke im steilen Hang ab.Gegen Mittag wurden die Löscharbeiten von einem Bundeswehrhubschrauber unterstütz, der freigelegte Feuerstellen aus der Luft bekämpfte. Letzte Brandstellen konnten nicht mehr endgültig abgelöscht werden, da aufziehender Nebel einen Abbruch des Flugbetriebs erzwang.
4.Tag
Am 10.11.2011 wurden zur Ablöschung letzter Brandherde nochmals Hubschrauber angefordert. Wegen anhaltendem Nebel konnte aber in ganz Bayern keine Hubschraubereinheit starten. Weder von der Polizei, der Bundespolizei oder der Bundeswehr. Die Firma Heli Austria (Fa. Knaus) bot und daraufhin ihre Hilfe an, da auf österreichischer Seite der Flugbetrieb möglich war. Die Fa. Knaus stellte 2 Hubschrauber mit Außenlastbehältern zur Verfügung die im Laufe des Vormittags an der Einsatzstelle eintrafen. Die Brandbekämpfung per Hubschrauber wurde mit Einweisung durch Bergwachtkräfte wieder aufgenommen. Bis zum Abbruch der Löscharbeiten um ca.16:00Uhr wurden 120 Abwürfe auf die noch offenen Brandstellen geflogen. Um 16:00 Uhr wurden die letzten offenen Brandstellen gerade noch rechtzeitig abgelöscht bevor abrupt dichter Nebel am Berg aufzog. Die Fortführung des Flugbetriebs war dadurch unmöglich. Nach einer Lagebesprechung wurde entschieden, dass am nächsten Tag eine Kontrollbegehung am Berg durchgeführt wird um ggf. weitere Maßnahmen noch einzuleiten.
Am 11.11.2011 wurde in den frühen Morgenstunden eine erneute Erkundung vor Ort durchgeführt. Es konnten keine weiteren Brandstellen lokalisiert werden. In der Nacht zog mit dem Nebel ein Nieselregen über den Berg, der auch einen weiteren Brandausbruch verhinderte.
weitere Informationen öffentlicher Medien:
Miesbacher Merkur - http://www.merkur-online.de/lokales/...
Rosenheim24.de - http://www.rosenheim24.de/bayern/...
Sueddeutsche Zeitung - http://www.sueddeutsche.de/bayern/...
Bayerischer Rundfunk:
- Mit dem Puma zum löschen - http://www.br.de/fernsehen/...
- Flächenbrand im Begirge noch nicht gelöscht - http://www.br.de/polizeireport/...
- Feuer immer noch nicht gelöscht - http://www.br.de/radio/...
- Löscharbeiten gehen weiter - http://www.br.de/fernsehen/...
































